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Orangerie und Teehaus im Altenburger Schloßgarten

Veröffentlicht am 06.12.2015

Vor der Restaurierung und Modernisierung der Weikersheimer Orangerie durfte ich eine Bauuntersuchung zu Fenster und Türen samt Rekonstruktionsvorschlägen erarbeiten. Dabei musste ich notgedrungen auch die ursprüngliche Bedachung mit einbeziehen, weil sich herausstellte, dass die Orangerie ursprünglich sommers gar kein Dach besaß, die Zitrusfrüchte im Grund standen und von einem Balkon Pflanzen und Duft bewundert werden konnten.

Jahre später arbeitete ich in der Nähe von Altenburg. Meine Vorkenntnisse verlockten mich dazu, die dortige Orangerie in meiner Freizeit näher zu untersuchen.

Da ich zuvor für die originalen Altenburger  Rathausfenster Erhaltungslösungen samt Ausschreibungsunterlagen erarbeitet hatte, besaß ich zu den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung Kontakte, die mir die Einsicht in die Bauakten samt einer Innenbesichtigung ermöglichten. Daraus entstand nachfolgende Arbeit als Anregung für eine später notwendige Restaurierung der Altenburger Orangerie.

  

      Orangerie und Teehaus, 2 Barockbauwerke im Schloßgarten, kennt beinahe jeder Altenburger; das damit verbundene Renaissanceballspielhaus und spätere Schloßgartentheater, da es schon vor 1904 abgebrochen wurde, beinahe niemand mehr. Leichter erreichbar und bekannter sind heute dagegen die jüngeren Museen am anderen Gartenende. Unvorstellbar ist uns heute, daß ein Orangeriegarten mit Belvedere, wie hier im 17.- und 18. Jh. vorhanden, sozusagen der Götterhimmel über Götterheim, Göttergarten, Fürstenthron und Menschenwelt war. Zumindest für Fürst und Adel war es nicht nur ein weltlicher Garten. In Altenburg damals wohl schlichter „Bohrgarten“ (Emporegarten) genannt, so wie es an anderen Orten eine Borkirche, ein Borhaus und einen Borberg gab; womit eine Kirchenempore, ein Fest- und Gastzimmer im Bauernhof über der Toreinfahrt oder ein Aussichtsberg gemeint war1. Man darf sich im 18.Jh. diese Orangerie als Zentrum zwischen Teehaus und Ballspielhaus vorstellen2. Vom Teehaussaal (Lusthaus) und seiner Altane (Empore/Bor) im 1. Stock ist heute noch ein Übergang Richtung Orangeriesaal im 1. Stock mit seinen 2 vermauerten Türen auf die gleiche luftige Ebene hinaus Befund3. Auch der nördliche Gang darunter im Erdgeschoß an der Orangerierückseite scheint ein Verbindungsgang vom Teehaus über die Orangerie bis zum Ballspiehaus gewesen zu sein. Es spricht auch viel dafür, daß die 2 Flügel der Orangerie im Sommer abnehmbare Dächer hatten und dort Orangenbäume ausgepflanzt waren.. Zumindest gibt es genügend Vorlagen und Beispiele der Bauzeit um 1712, wo dieser Blick in den Hesperidengarten gezeigt wird4. Altenburg stünde dann in einer Entwicklungslinie zwischen den älteren ganz abschlagbaren Pflanzenhäusern und den jüngeren ganz geschlossenen Häusern. Das wäre neben dem Barockgarten mit Aussicht die 2. Ebene, der Emporegarten mit Fernsicht, Regenbogenbrücke und Orangenduft. Den Himmel auf Erden wünschen wir uns  auch heute noch und darum wollen wir diese Gartengeschichte der Reihe nach betrachten.

 

      Wenn man die Innenräume der Altdeutschen Malerei nach Zimmerpflanzen durchsucht findet man wenig davon. Vasen mit Blumen, gepflückte Blumen in Frauenhänden und um die schöne Maria schon mehr. Blumen- und Pflanzendarstellungen an Architektur und Raumdekoration sind dagegen häufiger, ersetzen vergängliche Schönheit. Die Natur bildet oft den parkartigen Hintergrund und Rahmen des Geschehens. Der Jahreslauf mit seinem berauschenden Aufbruch im Frühling und der Härte des Winters wird dabei spürbar. Das erschließt uns der Paradiesgarten eines oberrheinischen Meisters um 1420. Gartenglück im ummauerten Geviert mit Obstbäumen, Blumenpracht und Brunnen für die darin feiernden und träumenden Menschen. Lilie und Maiglöckchen duften zur gleichen Zeit5. Solche Gartenwünsche vermuten wir bei den Menschen dieser Zeit auf dem Altenburger Schloßberg und manches Überlieferte spricht auch dafür.

 

      Marie Luise Gothein schreibt in ihrer Geschichte der Gartenkunst 1913:

„In der Einleitung der Geoponika aus dem 10. Jh. heißt es: Glücklich waren die Phäaken, nicht weil sie von den Göttern stammten, sondern weil sie vor allem die Gärten schätzten“. Wie die Phäaken glaubten unsere Fürsten an ihre göttliche Abstammung. Das zeigt ihr politischer und religiöser Herrschaftsanspruch samt Zeremoniell und Symbolik. Das apsisartige Schloßtor, die Apsis im Festsaal und die Aufnahme von Herkules im Götterhimmel in einem Deckengemälde sind auch im Altenburger Schloß Teile davon. Wie bei den Phäaken wurde der Garten geschätzt und der  Orangeriegarten mit dem Glashaus und Festsaal war der Hesperidengarten in dem die goldenen Äpfel wuchsen und gefeiert wurden.

Vielleicht war noch etwas Erberinnern da, an die heute 7200 Jahre alten Gärten der Vorzeit, die von den Archäologen erst kürzlich auch in Zwenkau bei Leipzig mit Brunnen und Blumen nachgewiesen wurden. Damals war es etwas wärmer wie heute6. Auch Stauferkaiser Friedrich der 2. soll auf der Nürnberger Burg schon hängende Gärten und einen Park angelegt haben7. Selbst die später auch in Altenburg erwähnten Irrgärten sollen als Wendelbahn und Labyrinth uralte Vorgänger in unserem Raum haben. Wir ahnen also schon, daß es diesmal nicht mit einem Paradiesgärtlein getan war.

 

      Herzog Johann zu Sachsen, der 1592 im Altenburger Schloß einzog, wollte einen italienischen Garten. Wie viele Fürsten vor und nach ihm, hatte ihn eine Bildungs- und Repräsentationsreise auch in die Lombardei, den internationalen Handelsdrehpunkt der alten Welt, mit ihren aufgeschmückten Städten, -Gärten und -Landschaften geführt. Diese Pracht weckte Wünsche. Da der Platz beim Schloß nicht reichte, mußte die nächstliegende Fläche, da wo der Garten heute noch ist, nach seine Wünschen umgestaltet werden. 1597 war der Garten fertig und nannte sich jetzt Lustgarten. Man durfte damals seine Gefühle noch benennen. Er war schön ummauert und bestand aus Ballspielhaus, Rennbahn, Schießhaus, Fasanengarten, Vogelhaus, Irrgarten, Küchengarten, Baumgarten, Wasserspielen und vieles mehr8. Zuguterletzt auch das noch auf dem Stich von Kaspar Merian um 1650 sichtbare Lusthaus im eigentlichen Lustgarten mit seinem hohen Emporenumgang auf der Säulengalerie. Da es an der Stelle des heutigen Teehauses stand wagen wir die Vermutung, daß wie heute noch beim Teehaus, auch das Lusthaus einen Festsaal in luftiger Balkonumganghöhe besaß. Da auch schon damals „welsche und frembde Gewächse von weit her“ genannt werden, dürfen wir hinter dieser Formulierung auch die obligatorischen Pomeranzen vermuten. (1606 heißt es z.B. beim kleinen Freihof im württembergischen Kirchheim/Teck: „20 beschlagene Kästen, darinnen Pomeranzen, Citronen und andere welsche Gewächs böhm, sowie 12 ohnbeschlagene Cästlen mit dergleichen welschen Gewächsen und 2 große kupferne Sprenzhäfen.“9) In Altenburg dürfen wir entsprechend mehr erwarten. Diese südländischen Gäste brauchten natürlich auch gleich ein Überwinterungshaus. 1670 zumindest wird der Bau eines 2. Pomeranzenhauses erwähnt.

 

      Friedrich 2. Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1693-1732) benutzt Altenburg als Zweitresidenz und bringt deutlich neue Wünsche in das Gartenparadies. Durch die schrecklichen Zerstörungen des Dreißigjährigen-Krieges waren die personellen und finanziellen Grundlagen einer gedeihlichen Kulturweiterführung zumindest zum Teil abgebrochen. Diese Lücke füllte der große Gewinner Frankreich. Der französisch weiterentwickelte italienische Garten wurde jetzt die Mode und selbst italienische Baumeister und Künstler arbeiteten französisch.

 

      1712. wurde das ganze Herzstück des damaligen Gartens mit Teehaus (Lusthaus) und Orangerie erneuert oder angepaßt. In dieser Zeit entstand der heutige Baubestand.

Baurechnungen in den verschiedenen Archiven zeigen viel zum Baugeschehen auf10:

1702-03   ....Der Lustgarten ganz reformieret.....

1710         ....Das Lusthaus eingerissen.......    Ein Portal gemacht.... 4 Pyramiden gesetzt.....

1710         ....Im neuen Lusthaus Maurerarbeiten.........

1711         ....Ist das Gewächshaus eingerissen und ein ganz neues steht.....

1712         ....Ein Glashaus an das neue Lusthaus gebaut worden........

1712         ....40 Ztr, 28Pfd Blei...........276 fl

1712         ....Für Öl, Pech und Wergk zu Gebälk über den Glashäusern  6 fl, 15 Gr

1712                  ....½ to Teer zu den Altanen über den Glashäusern,  2fl

Nota:        Das Lusthaus ist abgebrochen und an dessen Stelle wird itza ein Neues benebst   

                einem Gewächs- und Glashaus gebauet.

 

      Aus diesen Belegen läßt sich z.B. herauslesen, daß es ein Lusthaus gibt, der Orangeriemittelbau wohl Gewächshaus- und die Orangerieseitenflügel wohl Glashaus genannt wurden; viel Bauanschlüsse-, Terrassen- oder Altanen abzudichten- und über den Glashäusern Altanen waren.

 

      Nach dem Gotischen Garten, über den Renaissancegarten und zuletzt den Barock-

garten gibt es Ende des 18. Jh. bis Anfang 19. Jh. die Umwandlung zum Englischen Garten.

Später und in neuester Zeit wurde vorrangig vereinfacht und gespart.

 

      Bemerkenswert ist, wie man in Altenburg den in der Renaissancezeit am alten Lusthaus mit einer Altane um einen Saal praktizierten Dachterrassenwunsch in der Barockzeit um die Orangerie und an weiteren Stellen in der Stadt weiterführt. Vielleicht hat man aber auch heute nur noch ahnbare Gartenwunschbilder verwirklicht. Der Altenburger Chronist Schadewitz11 mit seinen Stadtansichten  und weitere Archivalien ermöglichen hier Vergleiche:

 

Der Firstl garten Und lust Haus im Altenburger Schloßgarten.

Kaspar Merian, Altenburg vom Süden-um 1650. Aus: Mattäus Merian d.Ä.. Topografie Obersachsens Kupferstich12.

 

Die große Linde (Baumlusthaus), zum Schießhaus gehörend , 1801 entfernt.           

(Schadewitz 19/1837) Zitat Schadewitz: „Deswegen war die große Linde jederzeit mit vielen Gästen besetzt.“Bildüberschrift Hekeler: „Um den Stamm ist das Lusthaus gebaut. Man sitzt, ißt, trinkt und tanzt im 1. Stock. Die Wände sind aus Zweigen, das Dach aus Schindeln und oben wächst die Baumkrone wie ein Schirm übers Dach. Die Schützenhausfensterläden sind außen mit „Hochstammbäumchen in Kübeln“ bemalt. Ob Orangen oder Rosen ins Laub gemalt sind läßt sich nicht unterscheiden.“

 

(Fremdbeispiel) Ein ähnliches Baumlusthaus: (Maerten de Vos, Die Erde, aus einer Allegorie der vier Elemente. Kupferstich von Crispien de Passe dem Älteren. Um 1565 bis 1637).

 

(Fremdbeispiel) 2 Baumlusthäuser beim Schloß Haimhausen in Bayern.

Marie Luise Gothein. Geschichte der Gartenkunst. Band 2, Kapitel 11, Seite 113. Jena 1926.

„.....eine Fontäne, sie flankieren zwei große Bäume, in die in mehreren Etagen Zimmer und Sitze gebaut sind; eine Sitte, die vom Altertum in das Mittelalter vererbt wurde, in Deutschland sich aber besonders reich entwickelt hat.“

 

Barockes Lusthaus (Teehaus) ohne Orangerie mit Schloßgarten um 1712. (Schadewitz, 90/1840)

 

Geplanter, nicht ausgeführter Kuppelbau mit Altane an der Schloßwestseite in Altenburg. (1726 archivalisch erwähnt)

 

Palais von Hans Wilhelm von Thümmel (1792) mit Altanen und Dachterrassen.

(Christian Gottlieb Hammer, Umrißradierung, koloriert13.)

 

Thümmelsches Gartenhaus, zuerst mit echtem Dachgarten, dann Dachterrasse.

(Schadewitz 66/1839)   ....1790-92 gebaut, 1839verändert.

 

Wohnhaus am kleine Anger. Orangerienachbildung mit Kugelbäumchen auf einem Blumenbrett im 1. Stock.(Schadewitz 41/1838)

 

Aus dem Palais des Prinzen Moritz zu Sachsen-Gotha und Altenburg wird nach 1792 ein Handelshaus. Der Balkon zur Straße ist mit Orangeriekugelbäumchen in Kübeln bestellt. „Auf dem Mansarddach wurden vom Giebel aus, zu beiden Seiten, von Eisenblech ausgehauene Galerien aufgesetzt, wie auch zu gleicher Zeit ein Stück dergleichen auf das herrschaftliche Kanzleigebäude gesetzt wurde.“ (Schadewitz, 44/1838)

 

      So lebt also solches Garten- und Architekturschaffen abgewandelt weiter und reicht selbst in die Hausgärten und Wohnstuben der Stadtbewohner.

 

 

 

 

Anmerkungen:

 

1 Bohrgarten, für einen Gartenbereich nördlich des Schillerdenkmals, auf der Terrasse darunter. Von Herrn K. H. Gehlauf, Altenburg, mitgeteilt 1997. Auch in einer maschinenschriftlichen Arbeit von Herrn K.H.Gehlauf.

Zum Flurnamen Bohrgarten lt. Herr Gehlauf:

„Um die Wasserzufuhr zu verbessern, wurde 1706 die Röhrenanlage und Schloßwasserkunst auf den Röhren erneuert. Von hier führten Bleirohre hinauf zum „Bohrgarten“, wo das Wasser über das Theilhaus  zu den Fontänen, zum Bassin und anderen Gartenteilen geleitet wurde.“

Herr Gehlauf meint, die Terrasse nördlich des Schillerdenkmals sei damit gemeint. Die Bezeichnung stamme aus einer undatierten Handzkizze des Wasserleitungssystems. A

 

1752 genannt: „Fürsten Por-Kirche“ (fürstliche Loge im Westen des Kirchenschiffs, Stadtkirche Nürtingen). B

 

Von Prof. Dr. Ing. Cramer auf AHF-Tagung in Erfurt 1997 so gehört:

Bohrstube sei in Thüringen der Raum über der Toreinfahrt, als Gästestube oder Feststube genutzt.

(Ansgar Scholz: Publikation Breunsdorf, archivalisch nachgewiesen u. an verschiedenen Gebäuden.) C

 

Am Bohrberg, Straße in Lengfeld, Gemeinde Otzberg, unter der Veste Otzberg.

Lt. Auskunft von Herrn Walter Gronwald aus Lengfeld heißt das Gewann dort Borberg und ist eine Erhöhung mit guter Aussicht. Im Ort Lengfeld heißt die Empore der Simultankirche „Borbie“ und die Hühner sitzen auch auf der Borbie (Stangen). Der Otzberg ist der beherrschende Aussichtsberg der ganzen Gegend mit Blick auf  Odenwald, Taunus, Frankfurt, Rheintal. D

 

DUDEN. Herkunftswörterbuch d. deutschen Sprache. 1989:

empor (Adv.): Mhd. Enbor, embor aus ahd. in bor „ in die Höhe“ , ahd. bor „oberer Raum, Höhe,

Empore (im 18. Jh. für älteres Emporkirche, Porkirche, spätmhd. borkirche. E

 

Manfred Gerner. Handwerkerlexikon., 1984:

Borlade, Bosel, Porkirche, Prieche, auf Pfeilern, Pfosten und Ständern, oft hölzernes Zwischengeschoß in Kirchen, um den Platz für die Kirchenbänke zu vergrößern. F

 

Hans Köpf. Bildwörterbuch der Architektur:, 1985:

Empore, galerie- oder altanähnlicher architektonischer Aufbau, der in einem Innenraum steht oder sich auf einen Innenraum hin öffnet.  G

Altan, Altane (v. ital. altana), Söller, im Gegensatz zum frei vorkragenden Balkon ein bis zum Erdboden unterbauter, mit einer Brüstung versehener Austritt an oberen Stockwerken.  H

 

2 K.H.Gehlauf. Zur 400jährigen Kulturgeschichte des Altenburger Schloßgartens. Altenburgica. 400 Jahre Altenburger Schloßgarten, Beiträge des Schloß- und Spielkartenmuseums Altenburg. 2. Jahrgang, Heft 2, Altenburg 1993.

 

3 Rolf Hekeler. Bauuntersuchung 1997. (Rolf Hekeler, Linsenhoferstr. 18, 72660 Beuren.)

 

4 J. Volkamer. Orangeriegarten des Palazzo der Conti Allegri in Cucciano, J. Volkamer, Continuaton der Nürnbergischen Hesperidum, Nürnberg 1714. (Die Abbildung zeigt einen Durchgang vom Palast über die Terrasse mit Balustrade und Skulpturen, mit Blick auf ausgepflanzte Orangenbäume und pergolaartiger Überdachung. Das sind die Sparren und Pfetten, die für die Winterüberdachung liegenbleiben.)

Rolf Hekeler. Bauuntersuchungen an der Orangerie Weikersheim 1990. (Rolf Hekeler, Linsenhoferstr. 18, 72660 Beuren,)

 

5 Oberrheinischer Meister. Der Paradiesgarten, um 1420. Städelsches Institut, Frankfurt.

 

6 Stuttgarter Zeitung Nr. 108, Donnerstag 11. Mai 2000: „Steinzeitdorf im sächsischen Braunkohlerevier ist älter als Babylon.“

 

7 Marie Luise Gothein.  Geschichte der Gartenkunst. Kapitel  6. Das mittelalterliche Abendland.

 Erster Band 1913.

„Mehr als alles mußte Friedrich 2. Regierung von Süditalien aus auch nach Deutschland den morgenländischen Einfluß tragen. Wenn wir hören, daß er in Nürnberg auf den Zinnen seiner Hofburg sich hängende Gärten anlegte und auch einen Park erbaute, der 1494 zerstört wurde, so verrät das deutlich orientalischen Einfluß.“

 

8 K. H. Gehlauf. Wie Anmerkung 2.

 

 

9 Rolf Götz. Der Freihof in Kirchheim unter Teck. Kapitel: Im Besitz des Herzogs Friedrich 1..

Stadt Kirchheim unter Teck, Schriftenreihe des Stadtarchivs, Band 9, 1989.

 

10 Alle zitierten Ausschnitte von Baurechnungen und sonstigen Archivalien sind den 2 Beiträgen von Uta Künzl und G. Keil, Altenburgica, 400 Jahre Altenburger Schloßgarten, Beiträge des Schloß- und Spielkartenmuseums Altenburg, 2. Jahrgang Heft 2, Altenburg 1993 entnommen. Die 2 Baumaterialzitate wurden von Frau Uta Künzl mitgeteilt.

 

11 Christian Friedrich Schadewitz 1779 – 1847. Die Aquarelle und Autographen des Altenburger Bild- und Wortchronisten. 1. Band der Gesamtausgabe No.S.A.s.i.h.e. (1/1836) – No. T.I.A.s.i.a.z. (98/1840). Herausgegeben vom Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg. Texterarbeitung durch Perdita Schachtschneider und Dr. Günter Keil.

 

12 Kaspar Merian (1627-1686). Altenburg vom Süden um 1650. Aus: Mattäus Merian d.Ä. „Topografie Obersachsens Kupferstich“. Altenburg Schloss- und Spielkartenmuseum. Ein Sonderheft der M+E.

 

13 Christian Gottlieb Hammer (1779-1864). Palais von Hans Wilhelm von Thümmel (1792). Umrißradierung, koloriert. Altenburger Schloß- und Spielkartenmuseum, Ein Sonderheft der M+E.

 

 

Abbildungen

Abb. 1

 Uta. Künzl: Archivalische Fakten zu ausgewählten Bauwerken im Altenburger Schloßgarten. Das Teehaus mit der Orangerie. Altenburgica, 400 Jahre Altenburger Schloßgarten, Beiträge des Schloß und Spielkartenmuseums Altenburg, 2. Jahrgang, Heft 2, Altenburg 1993.

Hekeler. Text zum Bild: „Das Teehaus mit der Orangerie. Der Übergang zur Orangerie begann am rechten Teehauseck auf der Terrasse und könnte zu der heute vermauerten Türe unter dem jüngeren Kamin  an der Orangerie geführt haben.“

 

Folgende Abbildungen aus:

Die Aquarelle und Autographen des Altenburger Bild- und Wortchronisten

Christian Friedrich Schadewitz  1779 – 1847

  1. Band der Gesamtausgabe No. S. A. s.i.h.e. (1/1836) – No. T.I. A. s.i.a.z.  (98/1840)

Herausgegeben vom Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg

Texterarbeitung durch Perdita Schachtschneider und Dr. Günter Keil

Abb. 2

Grundriß vom Schloßgarten 1786      . (90/1840)

Kommentar Schadewitz:: „Diese ganze frühere Ansicht von dem Lustgarten habe ich nach Samuel Blädners Gemälde kopiert, welches der damalige alte Hofgärtner Voigt von der Wasserkunst aus hatte aufnehmen und malen lassen ...........“.

Abb. 3

Plan des Schloßgartens bis 1827  . (85/1840)

Kommentar Schadewitz: „ Plan von der früheren Einteilung des Schloßgartens bis 1827, wo im Herbst der Anfang zur Verschönerung des Gartens gemacht wurde..............“.   

Abb. 4

Kommentar Schadewitz: „Die frühere Ansicht des Lustgartens, aufgenommen bei dem Eingang des Wäldchens............“. (88/1840)

Hekeler. Text zum Bild: „Blickachse  vom Teehaus zum Schloßturm. Die Emporelage des Gartens  über dem Schloß wird so deutlich.“

Abb. 5

Kommentar Schadewitz: „Das Schießhaus hatte bis jetzt mehrere alte Rechte. Auf dem ganzen Anger  war nirgends warme Speise zu bekommen, als an diesem Orte. Desgleichen war niemand erlaubt, Bier zu schenken........Deswegen war die große Linde jederzeit mit vielen Gästen besetzt.......“. Die große Linde beim alten Schützenhause 1801 ausgerottet. (19/1837)

Abb. 6

Kommentar Schadewitz: „......Das Dach war oben ganz  flach  und mit einem Geländer umgeben...........“.        

Ansicht des Thümmelschen Gartenhauses bis 1839. (66/1839)

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Orangerie, Belvedere, Baumlusthaus, Hausgarten.

Einblicke in die Bau- und Gartengeschichte. Bedeutungsverlust von Namen, Flurnamen, Ortsnamen.

Von Rolf Hekeler, Hemsbergstrasse 33, 64625 Bensheim.

Privat erarbeitet, Frühjahr- Sommer 2000.